Donnerstag, 10. Dezember 2015

LeBe Klasse 2 (Klassenarbeit)

Grafik: K. Eidenberger
Blog Krabbelwiese
Das Thema "Leistungsermittlung und Bewertung" im Fach Sachunterricht liegt mir sehr am Herzen. Ich sammle durch meine vielen Schulbesuche und als Fachberaterin diesbezüglich eine Menge an Erfahrungen. Nicht immer sind es positive...
Zu gern würde ich über den Sinn und Unsinn von Noten hier diskutieren, aber in Sachsen gibt es bestehende Gesetze und Verordnungen, die die Bewertung fordern...im Sachunterricht seit letztem Schuljahr auch ab Klasse 2. Ich habe dazu hier schon versucht, verschiedene Möglichkeiten zu zeigen.
Eine Lehramtsanwärterin stellte mir liebenswürdiger Weise mal ihre Klassenarbeit zur Verfügung, welche sie mit einer zweiten Klasse zum Thema "Laub- und Nadelbäume" schrieb. Ich darf diese hier veröffentlichen und lade gern zur Diskussion dazu ein.


Nach wie vor erneuere ich auch gern mein Angebot, als Fachberaterin für den RSA Chemnitz mit betreffenden Grundschulen ins Gespräch zu kommen. Fachzirkel zum o.g. Thema biete ich an. Meine Kontaktdaten sind in der Leiste oben zu finden.


Kommentare:

  1. Puuh, ganz schön anspruchsvoll für eine zweite Klasse. Viel zum selbst ausfüllen und formulieren! Mir wurde bei einem Test für die dritte Klasse mal gesagt, dass man normalerweise möglichst wenige Fragen zum selbstschreiben/Wissen nimmt, sondern mehr zum ankreuzen, verbinden etc....Halte das aber für nicht so sinnvoll.
    Bin fachfremd und freue mich sehr über Input/Tipps/Einblicke in euren Unterricht. Danke dafür!
    Kathi

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  2. Sehr heftig.
    Solche Arbeiten(wenn überhaupt) würde ich in der zweiten Klasse im Sachunterricht sicher nicht schreiben.
    LG
    Marion

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    1. Warum nicht, liebe Marion? Vlt. kannst du mehr zu deiner Meinung schreiben?
      LG von Arnie

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    2. Von der Menge her ist es viel zu viel und auch zu schwierig, nicht eindeutig. Ich denke, es handelt sich um rein auswendig zu lernendes Wissen, dass auf Arbeitsblättern zu finden ist. Einen Baum zu zeichnen und die Teile zu benennen wird für viele Kinder sehr schwierig und die Bewertung sicher auch. Welche Teile sollen es sein? Wurzel(allein hier gibt es schon viele verschiedene Arten), Stamm. Rinde, Ast, Zweig, Frucht, Blatt, Nadeln, Blüte, Knospe, Krone, Samen…)Manche Kinder verlieren sich hier sicher in der Zeit.

      LG
      Marion

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    3. Wie schaut es mit der Lesekompetenz aus?
      Hatte ich vergessen.;-)

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    4. Danke für deine Erläuterungen.
      LG von Arnie

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  3. Kannst du etwas zum Notendurchschnitt sagen? Ich finde diese LZK nach umfangreicher Behandlung des Stoffgebietes durchaus angemessen und gut zusammengestellt.

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    1. Ich kenne den Notendurchschnitt. Die Arbeit fiel ziemlich gut aus.

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  4. In Thüringen wird in Klasse 2 noch nicht bewertet. Um die Kinder an die Zensierung heranzuführen, sollte man schon Arbeiten schreiben. Ich finde die Arbeit anspruchsvoll, aber durchaus machbar für Zweitklässler.Ich bin der Meinung,wenn ich Dinge erarbeitet, geübt und ständig wiederhole, kann ich auch abfragen, was Kinder an Wissen mitnehmen.Sicher bin ich mir nicht, ob alle Kinder den Umfang in 45 min geschafft hätten, denn ich habe auch den einen oder anderen Bummler. Im Laufe meines Lehrerdaseins erlebe ich auch, wie einige Kollegen mit den Forderungen zurückgehen, warum?
    LG Lila

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    1. Bei uns in Hessen soll eine Arbeit nicht länger als 20 Minuten dauern.
      Im Erlass steht;
      In der zweiten Jahrgangsstufe werden Übungsarbeiten mit einer Bearbeitungszeit von höchstens 15 Minuten geschrieben. In den Fächern Deutsch und Mathematik sollen darüber hinaus bis zu je vier Klassenarbeiten mit einer Bearbeitungszeit von höchstens 15 Minuten geschrieben werden.

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  5. Ich unterrichte momentan eine 3. Klasse und stelle gerade Überlegungen zu einem Test zum Thema an. Dies sei hier vorangestellt.
    Gut finde ich an der Arbeit, dass hier eindeutig die Schwierigkeitsstufen erkennbar sind. Level 3 - eigene Erläuterungen bis Level 1 - Zuordnungsübungen. Hieraus kann immer eine gerechte und gut nachvollziehbare Bewertung abgeleitet werden. Die Schüler lernen ja schließlich nicht alle immer auf dem gleichen Niveau. Vom Umfang her find ich 4 zu bearbeitende Seiten zu lang für ein 45 minütige Arbeit. Des weiteren schließe ich mich Marion in der Meinung an, das Schüler dieser Altersklasse keine Bäume malen können, in denen die Einzelteile eines Baumes eindeutig erkennbar sind. Das können nicht mal meine 5./6. Gläser im Kunstunterricht. (Dies ist wirklich schade aber wahr.)
    Vielleicht kann man einige Aufgaben kombinieren z.B. Nr. 1 und Nr. 4 oder auch Nr. 3, da es sich hierbei um sehr ähnliche Inhalte handelt. (Zuordnungsübung und anschließende Beschriftung) so würde man zumindest die Blattanzahl reduzieren, sollte aber auf Übersichtlichkeit achten.
    Nr. 7 ist meines Erachtens nach eher eine Deutsch-, denn eine Sachübung. Hier würde sich ein zu beschriftender Jahreskreis deutlich besser anbieten. Eine einfache offene Aufgabenstellung wäre vielleicht sinnvoll, z.B. Nenne 3 Nadel- und 5 Laubbäume. So dass auch Kinder mit wenig Wissen offene Fragen beantworten können. Häufig kommt es bei Zuordnungsübungen zu Verwechselungen, die dann gleich 2x Punktabzug mit sich bringen. Die könnte man so ausschließen. Na ja und so weiter ... Mein Kommentar wird grad zu lang fürchte ich.
    LG Ulli ;o)

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    1. Auf keinen Fall ist der Kommentar zu lang, Ulli. Herzlichen Dank dafür, auch für die Tipps! Ich freue mich, dass eine Diskussion statt findet.
      Viele Grüße von Arnie

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    2. Mir ist grad noch was eingefallen. Aus der Mathematik kenne ich Klassenarbeiten als Zusammenfassung mehrerer Stoffgebiete. Ist das in Sachunterricht ebenso? Ulli ;o)

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    3. In Sachsen eher nicht. Aber das liegt im pädagogischen Ermessen der Grundschullehrer. Verboten ist es nicht.

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  6. Inhaltlich ist die LZK gut durchdacht. Aber es sollte doch der Wissensstand für Sachunterricht abgefragt werden. Kinder, die Details sehr lieben, verlieren beim Malen des Baumes zu viel Zeit - besser den Baum vorgeben und Teile davon benennen lassen. Die Leseleistung oder das schriftliche Formulieren von Sätzen sollte zu Beginn der 2. Klasse in einer Kontrolle im Sachunterricht nicht im Vordergrund stehen oder man sollte wenigstens Alternativen anbieten. Außerdem kann man sich über die Verteilung der Punkte z.Bsp. der Nr.4(6Pkt) und der Nr.7 deutlich anspruchsvoller und nur(3Pkt)- noch streiten. Was mir fehlt, sind Varianten wie, richtig oder falsch, Begriffe auswählen und entscheiden was trifft zu ... Ich denke, da lässt sich schon noch einiges verbessern und für Kinder ansprechender und optisch übersichtlicher gestalten.
    Aber die Idee - hier mal einige LZK vorzustellen um mit der eigenen Arbeit vergleichen zu können oder sie als Anregung für eigene Überlegungen zu nutzen - finde ich super.
    Danke für das Beispiel und liebe Grüße Pünktchen

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  7. In einem Extrapost fasse ich einiges zu Fragen, Tipps und Meinungen hier zusammen. Natürlich richten wir uns bei LeBe nach unserer sächsischen Grundschulordnung und den damit verbundenen Regeln.
    Danke an alle Kommentatoren. Es ist ein schwieriges und zum Teil heikles Thema, das ist mir sehr bewusst. Weitere Meinungen sind willkommen.
    Viele Grüße von Arnie

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  8. Mir geht es ähnlich wie einigen VorschreiberInnen:
    Ich finde die Arbeit zu umfangreich und zu textlastig. Auch sind in der Summe so viele Fragen zu auswendig zu lernendem Wissen, bei dem ich mich immer Frage: "Wofür?
    Wenn ich Tests konzipiere - zum Glück muss ich nicht benoten, wohl aber eine inhaltliche Rückmeldung geben, gehe ich mittlerweile anders vor.
    1. Es gibt kompetenzorientierte Aussagen, zu denen ich in vier Stufen Rückmeldung gebe (4 Stufen, weil das unseren Zeugnissen entspricht).
    Z. B. "Ich kann Bäumen ihre Früchte zuordnen."
    Ich stelle Aufgaben möglichst auf 3 Niveaustufen - die Hessen haben sie für ihre Lesetests gut beschrieben: Reproduktion (Gelerntes in unveränderter Form wiedergeben), Reorganisation (Wissen in abgewandelter Form/aus anderer Perspektive wiedergeben, einfache Schlüsse ziehen) und Transfer (Wissen auf vergleichbare Sachverhalte anwenden, komplexe Schlussfolgerungen ziehen, einfache Probleme lösen). Die Zuordnung fällt mir nicht immer leicht, aber man lernt dazu.
    Zum Thema Bäume würde mir einfallen:
    Eine kurze Beschreibung/Abbildung eines (erfundenen) Baumes, die Kinder kreuzen an Nadelbaum/Laubbaum weil ... (eigene Begründung; Aussagen auf Richtigkeit bewerten (Im Winter hing der Baum voller Kastanien.) Gerne stelle ich auch eine Frage wie - Was hast du noch aus dem Unterricht behalten - schreibe/male (ich fordere die Kinder hier auch explizit auf zu skizzieren, mir mit Symbolen deutlich zu machen, was sie denken etc., weil ich nicht will, dass sie sich (wie vor mir jemand bereits beschrieben hatte) im Malen verlieren. - Auf jeden Fall ist das ein spannendes Thema.
    LG Brigitte

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  9. Ich finde die Arbeit sehr anspruchsvoll. Auch ich unterrichte z.Z. in der zweiten Klasse und habe auch eine Kontrolle über die Laub- und Nadelbäume geschrieben. Falls Bedarf ist, würde ich sie dir gern zukommen lassen.
    LG Ina

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    1. Liebe Ina,
      das Angebot nehme ich sehr gern an. Danke, dass du mir deine Kontrolle zukommen lässt.
      Herzliche Grüße von Arnie

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Ich freue ich mich über ehrliche, kritische Kommentare und hoffe auf eine vielseitige "Kommentarkultur" in diesem Blog. Auf alle veröffentlichten Kommentare kann ich aus Zeitgründen nicht immer sofort reagieren.Ich bemühe mich aber, Fragen schnellstmöglichst zu beantworten.
Eure Arnie